Die Kinder singen alles auswendig, klatschen und hüpfen dabei – ein Beweis der guten musikalischen Arbeit der Erzieherinnen. Für ihre gesangliche Förderung von Drei- bis Sechsjährigen hat die Einrichtung jetzt den „Felix“ des Deutschen Chorverbandes (DCV) erhalten, mit dem der Verband tägliches und kindgerechtes Singen und Musizieren in Kindergärten auszeichnet.
„Wir singen jeden Tag im Morgenkreis und jede Gruppe hat ihr eigenes Begrüßungslied“, sagt Simone Hayduk, Leiterin der Kindertagesstätte Westend. Ihr übergab im Namen des DCV Musikpädagogin Alexandra Ziegler vom Bayerischen Sängerbund den „Felix“ – eine Urkunde und ein emailliertes Schild mit einem bunten Vogel darauf für die Hauswand des Kindergartens. Das Qualitätszeichen „Felix“ wird für drei Jahre vergeben, nachdem ehrenamtliche Berater in Besuchen und Beratungsgesprächen die musikalischen Aktivitäten sowie das musikpädagogische Konzept der Einrichtung kennengelernt haben. „Wichtig ist, dass im Kindergarten täglich gesungen wird“, sagt Ziegler. Außerdem sollten sich die Mitarbeitenden an die kindliche Stimme anpassen, also hoch singen, „und das Liedgut sollte vielfältig sein und auch Stücke aus anderen Kulturkreisen beinhalten“.
Gesungen haben die Kinder natürlich auch während der Feier rund um die Übergabe der Auszeichnung; „Wer wachsen will“ und „Guten Morgen, schöner Tag“ kamen aus voller Kehle. „Der Felix baut sich bei Euch sein Nest, weil ihr so schön singt“, erklärte Ziegler den Kindern und die fünfjährige Pauline freut sich: „Das Singen macht mir viel Spaß und mein Lieblingslied ist ,Hallelu’, wegen der vielen verschiedenen Sprachen.“
„Felix“ ist aber nicht nur ein Lob an die Kinder, sondern auch die Anerkennung des Engagements der Mitarbeitenden. „Sie haben auch etwas Ruhm und Ehre verdient für ihren pädagogischen Einsatz“, betont Alexandra Ziegler. Außerdem hoffe man auf Nachahmer, da in vielen Kindergärten die musikalische Arbeit „nur an einer Person hängenbleibt“. Falle diese aus, gebe es oftmals niemanden mehr, der die Aufgabe dann übernehme. Anders ist dies bei der Inneren Mission geregelt: Kirchenmusikdirektor Andreas Hantke von der Christuskirche ist bei dem Sozialunternehmen angestellt, um für zehn Stunden monatlich die musikalische Betreuung in den Kindertagesstätten zu gestalten, teilweise sogar mit selbst geschriebenen Liedern.
Die Auszeichnung wird zunächst für drei Jahre vergeben, danach können sich die Kindertagesstätten wieder darum bewerben. Derzeit tragen in Deutschland etwa 3000 Kindergärten das Qualitätszeichen, in München sind es knapp zehn.
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Singen für ihr Leben gern und bekamen jetzt die Auszeichnung dafür: Simone Hayduk, Leiterin der Kindertagesstätte Westend, und ihre Kindergartenkinder.
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