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LEITBILD
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| | | Wir sehen den Menschen als Teil der Schöpfung Gottes - er ist der Mittelpunkt unseres Handelns.
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Wir sehen den Menschen als Teil der Schöpfung Gottes - er ist der Mittelpunkt
unseres Handelns - der Mensch in all seiner unglaublichen Vielfalt, in all
seiner Unvollkommenheit, die es zu entdecken lohnt. Wir gehen davon aus,
dass jeder Mensch all die Fähigkeiten in sich trägt, die er für
sein Leben benötigt. Er ist im Grunde bestrebt, all diese Fähigkeiten
im Kontakt mit anderen Menschen zu entfalten und eigenverantwortlich zu
leben.
Diese Sichtweise beinhaltet, dass wir einander in Demut begegnen. Demut
im Sinne, uns unserer eigenen Unzulänglichkeiten und Unvollkommenheiten
gewahr zu sein, uns menschlich nicht über andere zu stellen, sondern
jedem Menschen respekt- und würdevoll gegenüberzutreten, einschließlich
uns selbst. Dies heißt
auch, die Grenzen des anderen, wie auch
die eigenen zu respektieren bzw. sie liebevoll zu entdecken und zu weiten.
Dieses gegenseitige Entdecken ist "bewegend" und geschieht in
ständigem aufeinander Zugehen und sich voneinander Entfernen.
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| | | Lebendige Entwicklung braucht Zeit und Ruhe.
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Jeder Mensch hat seine persönlichen Quellen, aus denen er Lebenskraft
schöpft und Halt und Stärke findet. Für viele von uns ist
dies der Glaube an eine "höhere Macht", auf deren Unterstützung
wir - bei aller Unvollkommenheit - vertrauen können. Für viele
der Kontakt mit den Menschen und die Gewissheit, dass alles miteinander
verbunden ist. Unterschiedliche religiöse Denkrichtungen empfinden
wir als Bereicherung und wir sind offen für andere Glaubensformen.
Der respektvolle Umgang mit dem Menschen beinhaltet in gleicher Weise
den achtsamen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, mit den Lebensräumen
des Menschen. Wir sind überzeugt, dass alles in Beziehung zueinander
steht und jegliches Handeln eine Wirkung hat - vielleicht zunächst
im Verborgenen oder erst im Laufe der Zeit, sicherlich aber irgendwann.
Lebendige Entwicklung braucht Zeit und Ruhe, um "natürlich"
wachsen und reifen zu können.
Die Erfahrungen der Klienten und Mitarbeitenden sind so unterschiedlich
und vielfältig wie die Menschen selbst. Ebenso verschieden können
Wertvorstellungen und Normen sein - es obliegt der gemeinsamen Verantwortung,
das eine und das andere zu schätzen und zuzulassen. Nur ein authentisches
und respektvolles Zusammenspiel aller Fähigkeiten und Ressourcen
von Klienten und Mitarbeitern lässt die freie Entfaltung der Persönlichkeit
zu. Wir sehen die Einrichtung als sozialen Raum - als Lebensraum, in welchem
die Begegnungen neue Erfahrungen zulassen, alte Strukturen aufbrechen
und Neuorientierung ermöglichen.
Die Geschichte unseres Hauses und die Erfahrungen unserer täglichen
Arbeit haben beständige Strukturen und Regeln geschaffen, die einen
stützenden und schützenden Rahmen bieten. In gegenseitiger Offenheit
und vertrauensvollem Umgang überprüfen wir immer wieder die
Aktualität dieser Strukturen, um größtmöglichen Schutz,
Zusammenhalt und Sicherheit für die Klienten und die Mitarbeitenden
geben zu können, gleichzeitig sind wir flexibel und offen für
lebendige Veränderung. In gleicher Weise ist die Berücksichtigung
und Wertschätzung des Lebenskontextes, der Verwurzelung der Eltern
und Kinder von großer Bedeutung. Auch diese Strukturen und Regeln
sind langsam und sinnvoll gewachsen - Neuerungen bedürfen der Zeit
zum Ausprobieren und Schritt weisen Anpassen an den aktuellen Lebensraum,
um wieder tragfähig, verlässlich und lebendig zu werden.
Sinn und Ziel unserer Arbeit ist, menschliches Leben zu begleiten und
begleitet zu werden, teilhaben zu dürfen an Wachstum- und Reifungsprozessen
und menschliche Krisen als Chance zu begreifen, aus denen Lebensfreude
wächst - letztlich Gott im Nächsten zu finden.
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